M100 Sanssouci Colloquium 2014 erfolgreich zu Ende gegangen

Vitali Klitschko erhält M100 Medien Award
EU-Parlamentspräsident Martin Schulz Hauptredner der Preisverleihung

Kapliuk Klitschko Sedletzka

Potsdam, 12. September 2014. Mit der festlichen Verleihung des M100 Media Awards an den Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, und die ukrainische Aktivistengruppe YanukovychLeaks ist die zehnte Ausgabe der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium heute Abend in der Orangerie von Potsdam-Sanssouci erfolgreich zu Ende gegangen.

Der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz, Hauptredner des glanzvollen Abends, betonte vor rund 200 geladenen Gästen aus Politik, Medien und Wirtschaft den hohen Wert der Freiheit: „Mit dem Thema ihres Colloquiums ‚Big Data’ und der Auswahl ihrer ukrainischen Preisträger  drängt sich ein Begriff als verbindendes Glied auf: Freiheit! (...) Mir geht es darum, dass wir wieder lernen, über die Grundlagen unserer freien Gesellschaft zu sprechen. Dass wir eine politische Debatte führen und die Demokratie nicht als selbstverständlich oder gottgegeben betrachten.“
 
Die Laudatio auf den ehemaligen Profiboxer, der sich seit Jahren für eine politische Wende in seinem Heimatland Ukraine engagiert, hielt der österreichische Außenminister Sebastian Kurz: „Eine Persönlichkeit, die dabei herausragt, die in brandgefährlichen Situationen Ruhe bewahrt hat, die trotz Krankheit und Frost unermüdlichen Einsatz gezeigt hat und damit weit über die Ukraine hinaus Menschen weltweit beeindruckt hat, wird heute geehrt: Vitali Klitschko.“
 
Vitali Klitschko sagte in seiner Dankesrede: „Wir stehen hier heute Abend alle für die Werte Europas. Für mich bedeutet Europa, frei zu sein und für die Freiheit anderer einzustehen. Die gesamte europäische Idee besteht für mich aus Freiheit.“
 
Einen Sonderpreis erhielt die ukrainische Gruppe YanukovychLeaks, bestehend aus Aktivisten und Journalisten, die nach der Flucht des ehemaligen Präsidenten Janukowitsch Tausende von Dokumenten geborgen hat. Den Preis nahmen Kateryna Kapliuk und Natalie Sedletzka entgegen. Laudator war Christopher Walker, Geschäftsführender Direktor des International Forum for Democratic Studies - National Endowment for Democracy in Washington.
 
Shoshana Zuboff eröffnete Medienkonferenz
Shoshana Zuboff M100
Unter der Überschrift „Medienfreiheit im Zeitalter von Big Data“ ging es am Nachmittag in zwei Sessions in einem Roundtable-Format um die Frage nach der Zukunft von Journalismus und Medienfreiheit. Die bekannte amerikanische Wissenschaftlerin und Bestsellerautorin Shoshana Zuboff eröffnete die Konferenz mit der Feststellung, dass unsere digitale Gesellschaft neue und umfassende Verabredungen benötige, mit denen eine neue digitale Wirtschaftsordnung definiert wird, die Teil des sozialen Miteinanders ist, den Menschen wertschätzt und demokratische Prinzipien widerspiegelt. Im Anschluss diskutierten Ben Scott, Direktor des Europäischen Digital Agenda Programms bei der Stiftung Neue Verantwortung, der Stellvertretende Europäische Datenschutzbeauftragte Giovanni Buttarelli, Wolfgang Blau (The Guardian, UK), Mathias Döpfner (Axel Springer AG), Jim Egan (BBC Global News), Matthew Kaminski (The Wall Street Journal, USA), Evgeny Morozov (Publizist), Mathias Müller von Blumencron (FAZ), Christian Rainer (Profil, Österreich), Jens Redmer (Google), Marcel Rosenbach (Der Spiegel), Jean Manuel Rozan (Qwant, Frankreich), Paul Steiger (ProPublica, USA), Elmar Theveßen (ZDF) und Konstantin von Notz (Bündnis 90/Die Grünen).

Auch Young European Journalists beschäftigten sich mit Big Data
Im Vorfeld des Colloquiums beschäftigten sich 25 ausgewählte Nachwuchsjournalisten aus ganz Europa im Rahmen des sechstägigen Programms M100 Young European Journalists mit dem Thema "Data and Journalism. Between Big Stories and Dirty Surveillance“. In Kooperation mit der Fachhochschule Potsdam und dem Hasso Plattner Institut Potsdam wurde den Teilnehmern grundlegende Anwendungen und Techniken des journalistischen Arbeitens mit Daten vermittelt sowie beide Seiten des Umgangs mit Daten diskutiert und erarbeitet. 

M100 ist eine Initiative der Landeshauptstadt Potsdam und des Vereins Potsdam Media International e.V. Gefördert wird die diesjährige Veranstaltung von der Stadt Potsdam, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und dem Auswärtigen Amt.
Wir danken unserem Premiumpartner Deutsche Bank und unseren Sponsoren Google, Qwant, WebXells, Samsung und BMW für die Unterstützung.
Kooperationspartner sind Allianz Kulturstiftung, European Youth Press, Fachhochschule Potsdam, Global Editors Network, Hasso Plattner Institut, Human Rights Watch, Land Brandenburg, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg sowie Reporter ohne Grenzen. Medienpartner sind Märkische Allgemeine und news aktuell.

Martin Schulz ist Hauptredner des M100 Sanssouci Colloquiums


Vitali Klitschko wird mit dem M100 Media Award ausgezeichnet, der österreichische Außenminister Sebastian Kurz hält die Laudatio. Sonderpreis für YanukovychLeaks.

Potsdam, 03. September 2014. Anlässlich der Verleihung des diesjährigen M100 Medien Preises an den Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, hält der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz am Abend des 12. September in Potsdam die Hauptrede.

Der M100 Medienpreis wird jedes Jahr im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium an eine Persönlichkeit vergeben, die „Fußspuren“ in der Welt hinterlassen hat und sich für den Schutz der freien Meinungsäußerung, die Vertiefung der Demokratie sowie für die europäische Verständigung und Kommunikation einsetzt. Klitschko erhält die Auszeichnung als Vertreter aller demokratisch-europäisch ausgerichteten Oppositionellen des Maidan und einer demokratisch motivierten Bewegung in der Ukraine.

„Im inneren und äußeren erleben wir Umbrüche, die Europa und die internationale Gemeinschaft ganz besonders herausfordern: Unmittelbar an unserer Grenze tobt der Ukraine-Krieg, mit Libyen droht einem EU-Nachbarstaat der Zerfall und die Terrorgruppe IS mordet mit einer ungeheuerlichen Menschenverachtung im Nahen Osten“, so Martin Schulz. „Gleichzeitig erleben wir durch die Digitalisierung in unseren Gesellschaften einen radikalen Umbruch, der unser Leben dramatischer verändert als die meisten anderen technischen Innovationen in der Vergangenheit. Was sind unsere Antwort auf diese Herausforderungen und wie müssen wir als wertegeleitete Gemeinschaft mit ihnen umgehen? Ich freue mich auf das Gespräch über diese Fragen auf der M100-Konferenz in Potsdam."

Die Laudatio für Vitali Klitschko hält der österreichische Außenminister Sebastian Kurz. Kurz setzt sich vor allem für eine Lösungsfindung in der Ukrainekrise ein. Er ist seit Dezember 2013 im Amt und mit 28 Jahren der weltweit jüngste Außenminister.

Sebastian Kurz: „Ich bewundere Vitali Klitschko für seinen unermüdlichen Einsatz für Freiheit, Demokratie und Frieden in seiner Heimat. Dieses selbstlose Verhalten sollte uns alle inspirieren, denn Freiheit und Frieden sind in vielen Teilen der Welt – und leider auch wieder für Europa – keine Selbstverständlichkeit.“

Sonderpreis für YanukovychLeaks

Einen Sonderpreis erhält die ukrainische Gruppe YanukovychLeaks. Die Gruppe, die aus Aktivisten und Journalisten besteht, hat nach der Flucht des ehemaligen Präsidenten Janukowitsch Tausende von Dokumente geborgen, die er zuvor in einem Weiher auf seinem Grundstück versenkt hatte. Der Beirat zeichnet mit dem Preis die außergewöhnliche Leistung aus, diese enorme Anzahl an Dokumenten geborgen, systematisiert, analysiert und auf der Website YanukovychLeaks publiziert zu haben, die das Korruptionssystem des ehemaligen Präsidenten sichtbar und transparent machen. Die Laudatio auf YanukovychLeaks hält Christopher Walker, Geschäftsführender Direktor, International Forum for Democratic Studies - National Endowment for Democracy, USA.

Bisherige Preisträger sind: Lord Norman Foster, Architekt (2005), Bernard Kouchner, Gründer der Organisation „Ärzte ohne Grenzen” und französischer Außenminister (2006), Bob Geldof KBE, Musiker, Afrika-Aktivist und Gründer von Live AID (2007), Ingrid Betancourt, franko-kolumbianische Politikerin (2008), Hans-Dietrich Genscher, ehemaliger Deutscher Außenminister (2009), Kurt Westergaard, dänischer Karikaturist (2010) , Michael Anti, chinesischer Journalist und Blogger (2011), Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (2012) und Erdem Gündüz, der „Standing Man“ vom Taksim Platz (2013).

Zuvor findet in der Orangerie von Sanssouci eine hochkarätige international besetzte Konferenz zum Thema „Medienfreiheit im Zeitalter von Big Data“ statt. Zu den 60 Teilnehmern zählen Chefredakteure, Politiker, Vertreter von relevanten Organisationen sowie von großen Internetkonzernen, die in zwei Sessions mit verschiedenen Schwerpunkten in einem Roundtable-Format über dieses Thema diskutieren. Mehr Informationen dazu hier.

Shoshana Zuboff eröffnet M100 Sanssouci Colloquium

 

Shoshana Zuboff cc Sascha Pflaeging

Die bekannte amerikanische Wissenschaftlerin und Bestsellerautorin eröffnet das 10. internationale Potsdamer Medientreffen zum Thema Digitale Überwachung.

 

Potsdam, 27. August 2014. Die bekannte amerikanische Wissenschaftlerin und Bestsellerautorin Shoshana Zuboff hält am Freitag, dem 12. September die Eröffnungsrede des 10. M100 Sanssouci Colloquiums in der Orangerie von Potsdam-Sanssouci. An der internationalen Konferenz, die sich in ihrem Jubiläumsjahr dem Thema „Medienfreiheit im Zeitalter von Big Data“ widmet, nehmen 60 hochkarätige Vertreter aus Medien, Politik und Internetunternehmen teil, um in zwei Sessions in einem Roundtable-Format über dieses Thema zu diskutieren.

„Wenn uns das Snowden-Jahr etwas gelehrt hat, dann, dass unabhängige und angstlose Journalisten unsere erste Verteidigungslinie gegen antidemokratische Angriffe eines neuen Überwachungsmusters sind“, so die emeritierte Charles Edward Wilson Professorin der Havard Business School. „Diese Journalisten haben Alarm geschlagen, um eine neue Art der politischen und zivilen Führung zu bilden, die gleichsam furchtlos ist in ihrem Einsatz für einen demokratischen Humanismus. Während es vielleicht in Mode ist, zu sagen, dass die Demokratie tot ist oder die Menschheit Platz für eine robotisierte Welt machen muss, denke ich genau das Gegenteil. Demokratie und Humanismus sind, in ihrer ganzen Unvollkommenheit, unsere größten Errungenschaften. Jetzt ist es an der Zeit, unsere Demokratien für ein neues digitales Zeitalter aufzubauen.“

 

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„Eine großartige professionelle Erfahrung“

Zum 10. Mal treffen sich in Potsdam vielversprechende europäische Nachwuchsjournalisten zum M100 Young European Journalists Workshop

Potsdam, 14. August 2014. Für Luciana aus Bukarest war die Zeit in Potsdam „eine großartige professionelle Erfahrung“. Vor fünf Jahren war sie Teilnehmerin des M100 Young European Journalists (YEJ), der jedes Jahr zwischen 20 und 30 Talente nach Potsdam einlädt. In den folgenden Jahren, schreibt sie, habe sie immer wieder an ähnlichen Seminaren teilgenommen, „aber es war fast unmöglich, etwas Gleichwertiges zu finden. M100 ist ein Netzwerk, es ist unser Netzwerk.“

Andere ehemalige Teilnehmer erinnern sich ähnlich positiv. „Der Workshop hat nicht nur meine journalistische Qualifikation entscheidend gefördert, ich konnte auch viele neue Kontakte knüpfen und mein Netzwerk zu jungen Leuten aus verschiedenen Ländern ausbauen“, schreibt Labinot Hajdari aus dem Kosovo. Und Karol Pawlowicki aus Warschau, Teilnehmer 2013, ergänzt: „Ich muss sagen, es war brillant: brilliant in dem Sinn, dass wir ein großartiges Resultat erreicht haben. Das Ergebnis entstand aus Diskussionen und der harten Arbeit von 20 jungen Leuten, die aus allen Teilen Europas kamen und ihre unterschiedlichen Ansichten geteilt haben. Das war wirklich wunderbar.“

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Deutsche Bank unterstützt das M100 Sanssouci Colloquium

Das M100 Sanssouci Colloquium freut sich, in diesem Jahr die Deutsche Bank als Premiumpartner des 10. Jubiläums am 12. September zum Thema „Media Freedom in the Age of Big Data“ gewonnen zu haben.

Deutsche Bank Research, eine Forschungseinrichtung der Deutschen Bank, hat im März die Studie “Big Data – Die ungezähmte Macht publiziert, in dem die Autoren Thomas F. Dapp und Veronika Heine sowohl Potentiale und Chancen, als auch Risiken und Herausforderungen herausgearbeitet haben. „Neben zunehmenden Datenmengen, unterschiedlichen Datenstrukturen sowie Echtzeitverabeitungen spielen auch Datensicherheit, dringend reformbedürftige Datenschutzbestimmungen sowie wachsende Qualifizierungsanforderungen der Akteure eine wesentliche Rolle“, so die Autoren. „Es fehlen vielerorts geeignete Digitalisierungsstrategien, um auf den digitalen Strukturwandel zu reagieren.“ Da die Big-Data-Bewegung nicht mehr aufzuhalten sei, gelte es, „die notwendigen regulativen Rahmenbedingungen so zu setzen, dass sich die moderne Technologie und Methodik optimal entfalten kann. Der Wirtschaftsstandort Deutschland, aber auch die Europäische Union haben jetzt die Chance, mit ihren Erfolgen im Bereich Sensorik und Biometrie sowie im Bereich Datenschutz eine internationale Vorreiterrolle in Bezug auf IT-Infrastrukturen einzunehmen.“
Thomas F. Dapp wird am M100 Sanssouci Colloquiums teilnehmen.

Vitali Klitschko erhält M100 Media Award

Preisverleihung am 12. September im Rahmen des 10. Jubiläums des Potsdamer M100 Sanssouci Colloquiums


Potsdam, 17. Juli 2014
. Vitali Klitschko wird in diesem Jahr mit dem Potsdamer M100 Media Award ausgezeichnet. Der undotierte Preis wird zum Abschluss der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium am Abend des 12. September im Raffaelsaal des Orangerieschlosses von Sanssouci verliehen.

Der ehemalige Profiboxer engagiert sich seit Jahren für eine politische Wende in seinem Heimatland Ukraine. 2006 kandidierte er erstmals für das Bürgermeisteramt der Stadt Kiew und für das ukrainische Parlament. 2010 wurde er Vorsitzender der pro-westlichen Partei „Ukrainische demokratische Allianz für Reformen“ (UDAR), seit 2012 ist er Fraktionsvorsitzender.

Bei den Protesten auf dem Maidan spielte Vitali Klitschko national und international eine wichtige Rolle. Er war das Gesicht der mehrheitlich demokratisch ausgerichteten Opposition und erreichte gemeinsam mit ihr die Absetzung von Ministerpräsident Wictor Janukowytsch. Am 25. Mai 2014 wurde Klitschko mit absoluter Mehrheit (57,4 Prozent) zum Kiewer Bürgermeister gewählt.

"Vitali Klitschko hat sich in den vergangenen Monaten um die demokratische Bewegung in seinem Heimatland Ukraine verdient gemacht“, so Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs, der auch Vorsitzender des M100-Beirats ist. „Sein Anteil am friedvollen Verlauf der Demonstrationen ist nicht hoch genug einzuschätzen. Er ist das prominenteste Gesicht der Opposition, derjenige, der den Aufstand in Kiew auch für den Westen personifiziert und weltweit eine große Aufmerksamkeit auf die Vorgänge gelenkt hat. Vitali Klitschko erhält die Auszeichnung als Vertreter aller demokratisch-europäisch ausgerichteten Oppositionellen des Maidan und einer demokratisch motivierten Bewegung in der Ukraine."

Der M100 Media Award wird jedes Jahr an eine Persönlichkeit vergeben, die durch ihr Schaffen in Europa und der Welt Spuren hinterlassen hat. Die Auszeichnung steht für Verdienste um den Schutz der freien Meinungsäußerung und die Vertiefung der Demokratie sowie für besondere Leistungen um die europäische Verständigung und Kommunikation.

Bisherige Preisträger sind: Lord Norman Foster, Architekt (2005), Dr. Bernard Kouchner, Gründer der Organisation „Ärzte ohne Grenzen” und ehemaliger französischer Außenminister (2006), Bob Geldof KBE, Musiker, Afrika-Aktivist und Gründer von Live AID (2007), Ingrid Betancourt, franko-kolumbianische Politikerin (2008), Hans-Dietrich Genscher, ehemaliger Deutscher Außenminister (2009), Kurt Westergaard, dänischer Karikaturist (2010), Michael Anti, chinesischer Journalist und Blogger (2011), Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (2012) und Erdem Gündüz, der „Standing Man“ vom Taksim Platz (2013). Die bisherigen Preisträger sind ebenfalls zu dem Event geladen.

Zuvor findet in der Orangerie von Sanssouci das M100 Sanssouci Colloquium zum Thema „Medienfreiheit im Zeitalter von Big Data“ statt. Zu den etwa 50 Teilnehmern zählen Chefredakteure, Politiker, Vertreter von relevanten Organisationen sowie von großen Internetkonzernen, die in zwei Sessions mit verschiedenen Schwerpunkten in einem Roundtable-Format über dieses Thema diskutieren.

Big Data und Top-Teilnehmer beim M100 Sanssouci Colloquium

Digitale Überwachung im Fokus des 10. Jubiläums des internationalen Potsdamer Medientreffens


Potsdam, 16. Juli 2014. Die Frage nach der Zukunft von Journalismus und Medienfreiheit im Zeitalter von Big Data steht im Mittelpunkt des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums, das am Freitag, dem 12. September 2014 zum 10. Mal in Potsdam stattfindet. Hochkarätige Vertreter aus Politik, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft aus dem In- und Ausland diskutieren im Jubiläumsjahr in der Orangerie von Sanssouci über damit einhergehende Chancen und Risiken, über die richtige Balance zwischen staatlicher Gefahrenabwehr und Achtung der Privatsphäre und über die Frage, wie die Politik mit der algorithmengetriebenen Beschleunigung der Gegenwart Schritt halten kann.

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs: „Im zehnten  Jahr seines Bestehens schlägt das M100 Sanssouci Colloquium einen großen Bogen zu den zahlreichen bedeutenden Gedenktagen dieses Jahres: 100 Jahre 1. Weltkrieg, 25 Jahre Mauerfall, 25 Jahre World Wide Web, 18 Jahre Google. Zugleich sind die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon 13 Jahre her, und Facebook feiert in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag. Vieles hängt miteinander zusammen, und das Ziel der Konferenz sollte sein, diese Zusammenhänge sichtbar zu machen, Schlüsse daraus zu ziehen und weitere Schritte in die Zukunft zu planen. Wenn uns das in diesem Jahr gelingt, können wir stolz sein.“ 

 

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Teilnehmer des M100 YEJ stehen fest!

Potsdam, 9. Juli 2014. Für den diesjährigen M100 Young European Journalists Workshop (M100 YEJ), der vom 8. bis 12. September in Potsdam stattfindet, wurden aus über 130 Bewerbungen 25 außerordentlich talentierte Nachwuchsjournalisten ausgewählt. Die Teilnehmer sind zwischen 18 und 26 Jahre alt und kommen aus 20 Ländern des europäischen Kontinents: Armenien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Georgien, Großbritannien, Irland, Italien, Kroatien, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Tschechien, Slowakei, Serbien, Spanien, Ukraine und Weißrussland.

Im 10. Jubiläumsjahr beschäftigt sich der M100 Young European Journalists Workshop mit dem Thema “Data and Journalism. Between Big Stories and Dirty Surveillance“. Während des Workshops werden die Nachwuchsjournalisten beide Seiten des Umgangs mit Daten diskutieren und erarbeiten: sowohl technische Grundlagen als auch einen professionellen, verantwortungsbewussten Umgang mit Daten, ihren Nutzen, aber auch Risiken im journalistischen Tagesgeschäft.

Am 12. September nehmen die jungen Journalisten am M100 Sanssouci Colloquium zum Thema "Media Freedom in the Age of Big Data" teil.

Der Workshop findet statt in Kooperation mit der FH Potsdam und dem Hasso Plattner Institut in Potsdam.

Teilnehmer der diesjährigen Konferenz!

Ein erster Blick auf einige Teilnehmer des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums "Media Freedom in the Age of Big Data" am Freitag, dem 12. Februar 2014 - 10-jähriges Jubiläum!

 

Participants Glimpse

Das M100 Sanssouci Colloquium trauert um sein Beiratsmitglied Frank Schirrmacher

Potsdam, 12. Juni 2014.

Schirrmacher

Mit tiefer Bestürzung haben wir vom plötzlichen und viel zu frühen Tod Dr. Frank Schirrmachers Kenntnis genommen. "Frank Schirrmacher hat sich um Potsdam verdient gemacht und war ein Fixstern im kulturellen und intellektuellen Leben unserer Stadt", so der Vorsitzende des M100-Beirats und Oberbürgermeister der Stadt Potsdam, Jann Jakobs. "Frank Schirrmacher war von Anfang an nicht nur Beiratsmitglied im M100 Sanssouci Colloquium, er hat immer auch wieder inhaltliche Impulse gesetzt und M100 somit stark geprägt. Überall hat er sich für die Belange Potsdams eingesetzt. Es ist ein unfassbarer Verlust. Meine Gedanken in dieser schweren Stunde sind bei seiner Frau und Familie."

Frank Schirrmacher hat die deutsche Zeitungs- und Verlagslandschaft geprägt mit seiner intellektuellen Brillanz, seinem großen Wissen um die Zusammenhänge von Kultur, Politik und Wissenschaft und seiner unverwechselbaren Art, komplexe Sachverhalte wie sozio-kulturelle Auswirkungen des Internets zu behandeln und für den Leser aufzubereiten.

Schirrmacher, 1959 in Wiesbaden geboren, arbeitete seit 1985 bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ab 1994 war er einer der fünf Herausgeber des Blattes und avancierte zu einem der einflussreichsten Journalisten des Landes. 1999 wurde er für seine "wichtigen Anstöße" zur Literatur- und Kulturdebatte mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Er prägte maßgeblich die mehrfach ausgezeichnete Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sowie die politischen Debatten zur weltweiten Finanzkrise, zur Bedeutungd es Internets und zur NSA-Affäre.

Schirrmacher lebte mit seiner Familie in Potsdam.

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