Thema und Teilnehmer M100 Sanssouci Colloquium 2015

Anlässlich des 70. Jahrestages beschäftigt sich das diesjährige M100 Sanssouci Colloquium mit dem Thema „70 Jahre Potsdamer Abkommen: An einem neuen Scheideweg?“ Nur einen Steinwurf vom Schloss Cecilienhof entfernt, in dem 1945 die alliierten Regierungschefs Winston Churchill, Harry Truman und Josef Stalin das Potsdamer Abkommen unterzeichnet haben, diskutieren am 17. September 50 bis 60 Chefredakteure, Politiker, Historiker und Vertreter von relevanten Organisationen aus Europa und den USA in drei Sessions über die Auswirkungen der damaligen Beschlüsse und die aktuelle Situation in Europa.

„Das Potsdamer Abkommen vor 70 Jahren, der ihn ersetzende „Zwei-plus-Vier-Vertrag“ vor 25 Jahren und die große EU-Erweiterungsrunde vor 10 Jahren sollten das Fundament für eine langanhaltende, stabile europäische Friedensordnung sein“, so Jann Jakobs, Oberbürgermeister von Potsdam und Vorsitzender des M100-Beirats. „Lange sah es so aus, als wenn es gelingen würde. Doch in den letzten Jahren sind diese Hoffnungen und Erwartungen auf Frieden und Stabilität ins Wanken geraten, und wir befinden uns in einer der größten ökonomischen, geopolitischen und humanitären Krisen seit Gründung der EU. Wir nehmen das historische Ereignis und die aktuelle Situation zum Anlass,  über die Perspektiven eines freiheitlichen, demokratischen Europas in einer zusehends unübersichtlichen Weltordnung zu sprechen. Über ein Europa, das am Scheideweg steht.“

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SENSIBILISIEREN FÜR DEN BESONDEREN WERT DER PRESSEFREIHEIT

VDZ TagDerPressefreiheit Anzeige

Das M100 Sanssouci Colloquium unterstützt die Anzeigenkampagne „Pressefreiheit“ des VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e. V., die ab heute mit neuem Motiv fortgesetzt wird. Der VDZ ist auch in diesem Jahr Partner des ‪M100 Sanssouci Colloquiums‬. Pressefreiheit ist wesentlich für Demokratie, kritischen Diskurs, wirtschaftliche Freiheit und Erhalt der offenen Gesellschaft. Der Tag der Pressefreiheit am 3. Mai stand unter dem Zeichen weltweit stetig zunehmender Einschränkungen der Pressefreiheit, aber auch des ausgeprägten Mutes vieler Journalisten gegen Einschüchterung, Freiheitsberaubung und Lebensbedrohung, so der VDZ. Das Motiv steht auf der Website des VDZ zum Download bereit: http://www.vdz.de/

Bewerbungsaufruf für den M100 Young European Journalists Workshop 2015


“JOURNALISMUS ZWISCHEN POLITIK, PROPAGANDA UND GEFÄNGNIS”

12. bis 18. September 2015, Potsdam, Deutschland

In Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt lädt der diesjährige M100 Young European Journalists Workshop junge Journalisten zwischen 18 und 26 Jahren aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft Ukraine, Moldawien, Georgien, Weißrussland, Armenien und Aserbaidschan sowie Deutschland nach Potsdam ein. In einem sechstägigen intensiven Workshop wird den Teilnehmern durch ausgewiesene Fachtrainer vermittelt, wie Propaganda funktioniert und welche Ziele sie verfolgt, wie man sie erkennt, wie man Informationen (auch in sozialen Netzwerken) verifiziert und wie man sich als Journalist gegen Propaganda, Vereinnahmungen und Manipulationen durch Regierungen und Lobbyisten wehren kann. Der Workshop findet in englischer Sprache statt. Hier geht es zum Bewerbungsaufruf.

 

M100 Sanssouci Colloquium 2015 - Das Thema

 

70 JAHRE POTSDAMER ABKOMMEN: AN EINEM NEUEN SCHEIDEWEG?

Vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages des Potsdamer Abkommens veranstalten das M100 Sanssouci Colloquium und die Alfred Herrhausen Gesellschaft im September 2015 zwei Konferenzen. Das M100 Sanssouci Colloquium findet am  Donnerstag, 17. September 2015, in der Orangerie von Sanssouci in Potsdam statt. Am folgenden Tag veranstaltet die Alfred Herrhausen Gesellschaft im Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden sein Konferenzformat „Denk ich an Deutschland“ (gemeinsam mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung).

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Save the Date 2015

M100 Webteaser 2015

Jann Jakobs: Feiger Anschlag auf die Meinungsfreiheit

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs hat heute als Vorsitzender des Beirats des M100 Sanssouci Colloquiums sein Mitgefühl für die Opfer und Angehörigen des blutigen Anschlags auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo ausgedrückt. Er sagte, dem Terror dürfe man nicht mit Wut und Ohnmacht begegnen, sondern mit der Verteidigung unserer grundgesetzlich gesicherten Werte wie der Meinungs- und Pressefreiheit.

Oberbürgermeister Jann Jakobs: "Mit großer Bestürzung und tiefer Traurigkeit gedenken wir der Opfer des feigen und brutalen Anschlags auf das Redaktionsbüro des Pariser Satiremagazins Charlie Hebdo. Unsere Gedanken und Gefühle sind heute bei den Angehörigen und Kollegen der Opfer, aber auch bei allen Franzosen. Ihr Land steht wie kein anderes für die Werte einer pluralistischen, toleranten Gesellschaft. Frankreich hat sich Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit auf die Fahnen geschrieben. Es ist erschütternd zu sehen, dass diese Werte in so drastischer Weise mit Füßen getreten wurden. Als Oberbürgermeister einer toleranten und weltoffenen Stadt wie Potsdam, die zudem auch noch ein starker Medienstandort ist, trifft mich dieser Anschlag besonders hart.

Wir haben stets gekämpft für freie Meinungsäußerung und starke Medien. Im Jahr 2010 haben wir mit dem M100-Preis für den dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard, der wegen seiner Mohammed-Zeichnungen bis heute mit dem Tode bedroht wird und unter Polizeischutz steht, ein Zeichen gesetzt. Damit hat der Mediengipfel erneut das richtige Gefühl für die Themen der Zeit bewiesen. Pressefreiheit ist Voraussetzung dafür, dass Demokratie funktioniert. Wird dieser Grundsatz nicht geachtet, wird das Grundrecht
grundlos. Mit dem neuen Toleranzedikt von 2008 zeigen wir, dass in Potsdam eine aktive, offene, an Vielfalt und Vielheit interessierte Bürgergesellschaft existiert. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass die überwältigende Mehrheit der Potsdamerinnen und Potsdamer hinter mir stehen, wenn ich sage: Je suis Charlie!"

M100 - Wie es begann

Im Bereich "Über M100" finden Sie auch zwei Filme über die Geschichte des M100 Sanssouci Colloquiums: einen über die Gründungsphase im Jahr 2005 (unter anderem mit Interviews mit Jann Jakobs, Mathias Döpfner, Wolfram Weimer, Josef Joffe) und ein Portrait über Lord Weidenfeld.

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