Teilnehmer des M100 Young European Journalists Workshop

Die Teilnehmer des diesjährigen M100 Young European Journalists Workshop stehen fest!
In Zusammenarbeit mit und unterstützt vom Auswärtigen Amt beschäftigt sich der Workshop unter Einbeziehung aller Länder der Östlichen Partnerschaft und mit besonderem Fokus auf der Ukraine mit der Anwendung von Propaganda-Instrumenten, der Beeinflussung und Einschüchterung von Journalisten, der Auswirkungen auf das Ansehen der Medien und auf die Bevölkerung sowie auf die Beziehungen zwischen den Ländern beschäftigen. Ziel ist es, den Teilnehmern zu vermitteln, wie Propaganda funktioniert und welche Ziele sie verfolgt, wie man sie erkennt, wie man Informationen verifiziert und wie man sich als Journalist gegen Propaganda, Vereinnahmungen und Manipulationen durch Regierungen und Lobbyisten wehren kann. Mehr zu den diesjährigen Teilnehmern gibt es hier.

Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke Schirmherr des M100 Sanssouci Colloquiums

Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke hat die Schirmherrschaft des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums übernommen. Das Colloquium beschäftigt sich in diesem Jahr vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages des Potsdamer Abkommens und dem 25. Jahrestag der Wiedervereinigung mit dem heutigen Zustand Europas.Dietmar Woidke

Im Anschluss an die Konferenz findet die Preisverleihung des M100 Media Award statt, mit der in diesem Jahr die Redaktion der französischen Satirezeitung Charlie Hebdo geehrt wird. Mit seiner Schirmherrschaft unterstreicht der Ministerpräsidenten die Bedeutung der Veranstaltung, die seit Jahren ein Forum für internationale Medienvertreter ist und sich für die Verteidigung von Demokratie sowie Presse- und Meinungsfreiheit einsetzt.

Außenminister Steinmeier Hauptredner des M100 Sanssouci Colloquiums

Außenminister Frank-Walter Steinmeier hält zum Abschluss des diesjährigen M100 Sanssouci Colloquiums in Potsdam die politische Hauptrede. Die internationale Medienkonferenz beschäftigt sich am 1Steinmeier FW Web7. September in der Orangerie von Sanssouci vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages des Potsdamer Abkommens und des 25. Jahrestages der deutschen Wiedervereinigung mit dem heutigen Zustand Europas. An dem 2005 ins Leben gerufenen Colloquium nehmen 50 bis 60 Chefredakteure, Historiker, Politiker und Vertreter von relevanten Institutionen aus ganz Europa teil.
Im Anschluss an die Hauptrede findet die Verleihung des M100 Media Awards statt. Der undotierte Preis wird jedes Jahr im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium an Persönlichkeiten verliehen, die sich um die Demokratie und die Presse- und Meinungsfreiheit auf besondere Weise verdient gemacht haben. Die diesjährige Auszeichnung ehrt die Redaktion der französischen Satirezeitung Charlie Hebdo, die am 7. Januar 2015 Opfer eines Terroranschlags wurde. Die Auszeichnung steht stellvertretend für alle Journalisten, Blogger und Künstler weltweit, die aus politischen oder religiösen Gründen verfolgt, bedroht, verhaftet, gefoltert oder getötet werden.

Charlie Hebdo erhält M100 Media Award 2015

Preisverleihung am 17. September im Rahmen des M100 Sanssouci Colloquiums


“Wenn wir aufhören, bedeutet es, dass die anderen gewonnen haben.” Gérard Biard, Chefredakteur von Charlie Hebdo.


Die Redaktion der französischen Satirezeitschrift  Charlie Hebdo wird in diesem Jahr mit dem Potsdamer M100 Media Award ausgezeichnet. Der undotierte Preis wird zum Abschluss der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium am Abend des 17. September in der Orangerie von Schloss Sanssouci in Potsdam verliehen. Der Chefredakteur von Charlie Hebdo, Gérard Biard, wird den Preis im Namen der Redaktion entgegennehmen.

Am 7. Januar 2015 wurden bei einem Terroranschlag auf das Redaktionsbüro von Charlie Hebdo in Paris 12 Menschen, darunter acht Mitarbeiter von Charlie Hebdo einschließlich des Herausgebers Stéphane Charbonnier, von zwei islamistisch motivierten Tätern ermordet. Bereits 2011 wurde ein Brandanschlag auf die Redaktion verübt, nachdem ein Sonderheft zum Wahlerfolg der Islamisten in Tunesien erschienen war. Dabei  beschäftigten sich von 520 Charlie Hebdo-Titeln, die in den letzten 10 Jahren erschienen sind, weniger als 20 mit dem Thema Islam, Islamismus oder Mohammed. Charlie Hebdo nimmt – wie jede andere Satirezeitung auch – alle gesellschaftlich relevanten Themen aufs Korn.

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Thema und Teilnehmer M100 Sanssouci Colloquium 2015

Anlässlich des 70. Jahrestages beschäftigt sich das diesjährige M100 Sanssouci Colloquium mit dem Thema „70 Jahre Potsdamer Abkommen: An einem neuen Scheideweg?“ Nur einen Steinwurf vom Schloss Cecilienhof entfernt, in dem 1945 die alliierten Regierungschefs Winston Churchill, Harry Truman und Josef Stalin das Potsdamer Abkommen unterzeichnet haben, diskutieren am 17. September 50 bis 60 Chefredakteure, Politiker, Historiker und Vertreter von relevanten Organisationen aus Europa und den USA in drei Sessions über die Auswirkungen der damaligen Beschlüsse und die aktuelle Situation in Europa.

„Das Potsdamer Abkommen vor 70 Jahren, der ihn ersetzende „Zwei-plus-Vier-Vertrag“ vor 25 Jahren und die große EU-Erweiterungsrunde vor 10 Jahren sollten das Fundament für eine langanhaltende, stabile europäische Friedensordnung sein“, so Jann Jakobs, Oberbürgermeister von Potsdam und Vorsitzender des M100-Beirats. „Lange sah es so aus, als wenn es gelingen würde. Doch in den letzten Jahren sind diese Hoffnungen und Erwartungen auf Frieden und Stabilität ins Wanken geraten, und wir befinden uns in einer der größten ökonomischen, geopolitischen und humanitären Krisen seit Gründung der EU. Wir nehmen das historische Ereignis und die aktuelle Situation zum Anlass,  über die Perspektiven eines freiheitlichen, demokratischen Europas in einer zusehends unübersichtlichen Weltordnung zu sprechen. Über ein Europa, das am Scheideweg steht.“

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SENSIBILISIEREN FÜR DEN BESONDEREN WERT DER PRESSEFREIHEIT

VDZ TagDerPressefreiheit Anzeige

Das M100 Sanssouci Colloquium unterstützt die Anzeigenkampagne „Pressefreiheit“ des VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e. V., die ab heute mit neuem Motiv fortgesetzt wird. Der VDZ ist auch in diesem Jahr Partner des ‪M100 Sanssouci Colloquiums‬. Pressefreiheit ist wesentlich für Demokratie, kritischen Diskurs, wirtschaftliche Freiheit und Erhalt der offenen Gesellschaft. Der Tag der Pressefreiheit am 3. Mai stand unter dem Zeichen weltweit stetig zunehmender Einschränkungen der Pressefreiheit, aber auch des ausgeprägten Mutes vieler Journalisten gegen Einschüchterung, Freiheitsberaubung und Lebensbedrohung, so der VDZ. Das Motiv steht auf der Website des VDZ zum Download bereit: http://www.vdz.de/

Bewerbungsaufruf für den M100 Young European Journalists Workshop 2015


“JOURNALISMUS ZWISCHEN POLITIK, PROPAGANDA UND GEFÄNGNIS”

12. bis 18. September 2015, Potsdam, Deutschland

In Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt lädt der diesjährige M100 Young European Journalists Workshop junge Journalisten zwischen 18 und 26 Jahren aus den Ländern der Östlichen Partnerschaft Ukraine, Moldawien, Georgien, Weißrussland, Armenien und Aserbaidschan sowie Deutschland nach Potsdam ein. In einem sechstägigen intensiven Workshop wird den Teilnehmern durch ausgewiesene Fachtrainer vermittelt, wie Propaganda funktioniert und welche Ziele sie verfolgt, wie man sie erkennt, wie man Informationen (auch in sozialen Netzwerken) verifiziert und wie man sich als Journalist gegen Propaganda, Vereinnahmungen und Manipulationen durch Regierungen und Lobbyisten wehren kann. Der Workshop findet in englischer Sprache statt. Hier geht es zum Bewerbungsaufruf.

 

M100 Sanssouci Colloquium 2015 - Das Thema

 

70 JAHRE POTSDAMER ABKOMMEN: AN EINEM NEUEN SCHEIDEWEG?

Vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages des Potsdamer Abkommens veranstalten das M100 Sanssouci Colloquium und die Alfred Herrhausen Gesellschaft im September 2015 zwei Konferenzen. Das M100 Sanssouci Colloquium findet am  Donnerstag, 17. September 2015, in der Orangerie von Sanssouci in Potsdam statt. Am folgenden Tag veranstaltet die Alfred Herrhausen Gesellschaft im Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden sein Konferenzformat „Denk ich an Deutschland“ (gemeinsam mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung).

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Save the Date 2015

M100 Webteaser 2015

Jann Jakobs: Feiger Anschlag auf die Meinungsfreiheit

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs hat heute als Vorsitzender des Beirats des M100 Sanssouci Colloquiums sein Mitgefühl für die Opfer und Angehörigen des blutigen Anschlags auf die französische Satirezeitschrift Charlie Hebdo ausgedrückt. Er sagte, dem Terror dürfe man nicht mit Wut und Ohnmacht begegnen, sondern mit der Verteidigung unserer grundgesetzlich gesicherten Werte wie der Meinungs- und Pressefreiheit.

Oberbürgermeister Jann Jakobs: "Mit großer Bestürzung und tiefer Traurigkeit gedenken wir der Opfer des feigen und brutalen Anschlags auf das Redaktionsbüro des Pariser Satiremagazins Charlie Hebdo. Unsere Gedanken und Gefühle sind heute bei den Angehörigen und Kollegen der Opfer, aber auch bei allen Franzosen. Ihr Land steht wie kein anderes für die Werte einer pluralistischen, toleranten Gesellschaft. Frankreich hat sich Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit auf die Fahnen geschrieben. Es ist erschütternd zu sehen, dass diese Werte in so drastischer Weise mit Füßen getreten wurden. Als Oberbürgermeister einer toleranten und weltoffenen Stadt wie Potsdam, die zudem auch noch ein starker Medienstandort ist, trifft mich dieser Anschlag besonders hart.

Wir haben stets gekämpft für freie Meinungsäußerung und starke Medien. Im Jahr 2010 haben wir mit dem M100-Preis für den dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard, der wegen seiner Mohammed-Zeichnungen bis heute mit dem Tode bedroht wird und unter Polizeischutz steht, ein Zeichen gesetzt. Damit hat der Mediengipfel erneut das richtige Gefühl für die Themen der Zeit bewiesen. Pressefreiheit ist Voraussetzung dafür, dass Demokratie funktioniert. Wird dieser Grundsatz nicht geachtet, wird das Grundrecht
grundlos. Mit dem neuen Toleranzedikt von 2008 zeigen wir, dass in Potsdam eine aktive, offene, an Vielfalt und Vielheit interessierte Bürgergesellschaft existiert. Deshalb bin ich mir auch sicher, dass die überwältigende Mehrheit der Potsdamerinnen und Potsdamer hinter mir stehen, wenn ich sage: Je suis Charlie!"

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