Oberbürgermeister Jann Jakobs: Potsdam hat einen großen Freund verloren

Der Doyen des Mediengipfels M100, der Verleger, Journalist und Diplomat Lord George Weidenfeld, ist am 20. Januar im Alter von 96 Jahren verstorben.
Oberbürgermeister Jann Jakobs würdigte Weidenfeld:

Potsdam hat mit Lord Weidenfeld einen charismatischen und leidenschaftlichen Freund verloren. Unsere Gedanken sind jetzt bei Lady Annabelle. Wir werden ihn sehr vermissen. Er bleibt uns unvergessen.

Lord Weidenfeld war ein unverwechselbarer Brückenbauer. Er, der kulturbeflissene Menschenfreund, der unermessliche Kontakte in die Politik und die Gesellschaft besaß, konnte problemlos zwischen unterschiedlichen Kulturen und Gesellschaften vermitteln. Dabei half ihm sein persönlicher Hintergrund. Der jüdische Kosmopolit, der mit 18 Jahren aus Österreich fliehen musste, und in England eine neue Heimstadt fand, ist im Herzen immer dem deutschsprachigen Kulturraum treu geblieben. In England wurde George Weidenfeld 1967 zum Sir geadelt, 1976 folgte die Beförderung als Lord ins Oberhaus.

Wenn man ihn persönlich kannte, wurde schnell deutlich, dass er auch ein großer Spötter war. So soll er bereits jenseits der Neunzig in Gesprächen gesagt haben: ,Wenn der Tod kommt, bin ich einfach nicht da.'

Lord Weidenfeld hat die Potenziale Potsdams, in dessen Goldenen Buch er sich eingetragen hat, schnell erkannt und gefördert. Er hat den Mediengipfel M100 erfunden. Er war nicht nur Co-Vorsitzender des M100-Beirates und M100 Gründungsvater, er war die tragende Säule dieses internationalen Medien- und Politikforums.

Kaum jemand wie er konnte Europas tonangebende Redakteure, Kommentatoren und Medienbesitzer sowie Schlüsselfiguren aus dem politischen Raum zusammenzubringen, um die Rolle und den Einfluss der Medien in internationalen Angelegenheiten zu untersuchen und sich für Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit einzusetzen.

Noch im September des vergangenen Jahres hielt er auf dem M100-Galadinner eine grandiose Rede.

Potsdam hat ihm viel zu verdanken!

Er wird uns fehlen.

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2011 überreichte Jann Jakobs Lord Weidenfeld den M100 Media Award für sein Lebenswerk.

Das M100 Sanssouci Colloquium trauert um seinen Co-Chairman Lord Weidenfeld

Potsdam, 21.01.2016. Lord Weidenfeld, der 2004 einer der Gründer des M100 Sanssouci Colloquiums und bis zuletzt Co-Chairman des Beirats war, ist am gestrigen Mittwoch im Alter von 96 gestorben. Noch im letzten Jahr nahm er wenige Tage nach seinem 96. Geburtstag am Colloquium teil und hielt am Abend die Dinner Speech (Sie finden Sie hier).
Wir trauern mit seiner Familie um einen großen Europäer und Weltenbürger, dessen Tod eine große, nicht mehr zu schließende Lücke hinterlässt.

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Merry Christmas

Aus aktuellem Anlass: Dankesrede Gérard Biard M100 Media Award 2015

16.11.2015. Nach den Terroranschläge in Paris ist die Dankesrede von Gérard Biard, Chefredakteur des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo, die er am 17. September 2015 anlässlich der Verleihung des M100 Media Award in Potsdam gehalten hat, aktuelle denn je, die wir deshalb als Video in voller Länge auf Französisch hier veröffentlichen.

Die deutsche Übersetzung finden Sie als Textversion hier.

 

 

Das war das M100 Sanssouci Colloquium 2015

Die 11. Ausgabe des M100 Sanssouci Colloquiums bot erneut spannende Inputs und intensive Diskussionen in einer anregenden Atmosphäre und außergewöhnlich schönen Location. Über 50 hochkarätige, internationale Vertreter aus Medien, Wissenschaft und Politik diskutierten vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages des Potsdamer Abkommens in drei Sessions über die aktuelle Situation in Europa (die Zusammenfassung der Konferenz finden Sie hier). Die Vergabe des M100 Media Award an Charlie Hebdo, die unter größten Sicherheitsvorkehrungen stattfand, war kämpferisch und berührend und glänzte durch viel beachtete Reden von Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Laudator Ferdinand von Schirach und last but not least Charlie-Hebdo-Chefredakteur Gérard Biard, der die Ehrung stellvertretend für seine Redaktion entgegen nahm (alle Reden des M100 Colloquiums und des M100 Media Award finden Sie hier).

In den deutschen Medien wurde über das M100 Sanssouci Colloquium (inkl. dem im Vorfeld stattfindenden M100 Young European Journalists Workshop) über 1.000 Mal berichtet bzw. die Veranstaltung genannt: 642 mal in Print, 257 in Online-Medien, 69 in Nachrichtenagenturen, 46 mal im Hörfunk und 12 mal im TV. Hinzu kommt die Berichterstattung in ausländischen Medien von Österreich über Dänemark, Russland, Georgien und Ukraine bis nach Brasilien.

Eine Fotogalerie mit den schönsten Bildern des Tages, des Abends und der Nacht finden Sie hier:

Wir danken allen Förderern, Sponsoren und Partnern für die Unterstützung und freuen uns auf das M100 Sanssouci Colloquium 2016!

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Die Konferenz in der Orangerie Sanssouci.

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Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs, Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Gérard Biard.

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Jann Jakobs, Gérard Biard, Ferdinand von Schirach.

M100 Sanssouci Colloquium 2015 erfolgreich zu Ende gegangen

Charlie Hebdo erhält M100 Media Award / Außenminister Frank-Walter Steinmeier hält Abschlussrede des Colloquiums

Potsdam, 17. September 2015. Mit der festlichen Verleihung des M100 Media Awards an das Satiremagazins Charlie Hebdo ist die internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium heute Abend in der Orangerie von Potsdam-Sanssouci erfolgreich zu Ende gegangen. Die Auszeichnung nahm der Chefredakteur des Magazins Gérard Biard entgegen. engeauswahl005 klein

Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Hauptredner des glanzvollen Abends, betonte vor rund 200 geladenen Gästen aus Politik, Medien und Wirtschaft vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages der Potsdamer Konferenz die veränderte Rolle Deutschlands in einer sich verändernden Welt: „Vor 70 Jahren trafen die Siegermächte hier in Potsdam Entscheidungen von großer Tragweite über die Neuordnung Deutschlands und Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute stehen wir in Europa vor Gestaltungsaufgaben, die nicht weniger bedeutsam sind. Ob in der Ukraine oder in der Flüchtlingskrise – unter ganz anderen Vorzeichen als 1945 geht es auch heute darum, Ordnung in eine Welt zu bringen, die aus den Fugen geraten ist. Eines hat sich dabei grundlegend verändert: War Deutschland in Potsdam Gegenstand der Krisendiplomatie, so übernehmen wir Deutsche heute gemeinsam mit unseren Partnern Verantwortung.“

 

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Grüsse von Kurt Westergaard an Charlie Hebdo

Kurt Westergaard Erik GuldagerDer dänische Karikaturist Kurt Westergaard, der den M100 Media Award 2010 im Beisein von Kanzlerin Angela Merkel und Joachim Gauck entgegen genommen hat, hat Grüße an die Gäste und seine Kollegen von Charlie Hebdo gesandt, indem er 200 Exemplare seiner Zeichnung „Freedom of Speech" verteilen ließ. Er hat Charlie Hebdo kurz nach dem terroristischen Angriff auf die Redaktion mit dem Verkauf der Zeichnung unterstützt und mehr als 15.000 Euro für die Hinterbliebenen gesammelt. Am Donnerstag kamen stellvertretend für ihn sein Galerist Erik Guldager mit seiner Frau Vibeke nach Potsdam. Gérard Biard unterzeichnete das Original.

M100 Sanssouci Colloquium - Ein Überblick

Vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages des Potsdamer Abkommens diskutieren am 17. September in der Orangerie von Sanssouci über 50 hochkarätige Teilnehmer in drei Sessions über die aktuelle Situation in Europa. Ziel der Konferenz ist ein konstruktives, intersektorales Gespräch zwischen Vertretern von Politik, Wissenschaft, Medien und relevanten Organisationen aus ganz Europa über das Erbe des Potsdamer Abkommens und die Perspektiven eines freiheitlichen, demokratischen Europas in einer zusehends unübersichtlichen Weltordnung.
Eröffnet wird die Konferenz vom ehemaligen Außenminister und Vizekanzler Hans-Dietrich Genscher.
Session I beschäftigt sich mit den geo- und sicherheitspolitischen Herausforderungen. Sie wird eingeleitet von Dr. Jamie Shea, Deputy Assistant Secretary General for Emerging Security Challenges bei der NATO.
Session II widmet sich der Frage, wie sich unsere Demokratien in den 25 Jahren nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Wiedervereinigung verändert haben. Den Input gibt  Dr. Ulrike Guérot, Gründerin und Direktorin des „European Democracy Lab“ in Berlin.
Session III diskutiert die Rolle und Verantwortung der Medien, den Einfluss von und Umgang mit staatlicher Propaganda und den vielzitierten Vertrauensverlust. Den Input liefert Nenad Pejic, Chefredakteur von Radio Free Europe/Radio Liberty in Prag.  
Moderiert werden die Sessions von Ali Aslan, TV-Moderator und Journalist aus Berlin, und von Christopher Walker, Geschäftsführender Direktor, International Forum for Democratic Studies - National Endowment for Democracy, Washington.
Zum Abschluss der Konferenz fasst Prof. Dr. Andreas Rödder, vielfach ausgezeichneter Historiker und Professor für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg Universität Mainz, die Konferenz zusammen und wirft einen Blick in die Zukunft. Sein neuestes Buch „21.0. Eine kurze Geschichte der Gegenwart“, das am 18. September erscheint,  versteht sich – passend zur Konferenz – als „ein historischer Crashkurs durch die Grundprobleme der Gegenwart“.

Am Abend hält Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier die politische Hauptrede der Konferenz. Im Anschluss findet die Verleihung des M100 Media Award an das französische Satiremagazin Charlie Hebdo statt. Die Ehrung wird vom Chefredakteur des Magazins, Gérard Biard, entgegengenommen. Die Laudatio hält der Schriftsteller und Strafverteidiger Ferdinand von Schirach. Eine detaillierte Agenda finden Sie hier.

70 Jahre Potsdamer Konferenz: Steinmeier betont Deutschlands Verantwortung für internationale Ordnung

Potsdam, 9. September 2015. Am 17. September ist Potsdam erneut Zentrum des hochkarätigen politischen Diskurses zwischen Medien, Wissenschaft und Politik. Zum 11. Mal führt das M100 Sanssouci Colloquium führende Vertreter dieser Bereiche aus ganz Europa in der Orangerie Sanssouci zusammen, um in diesem Jahr vor dem Hintergrund des 70. Jahrestages des Potsdamer Abkommens über die Perspektiven eines freiheitlichen, demokratischen Europas in einer zusehends unübersichtlichen Weltordnung zu debattieren.Steinmeier FW Web

Als einer der Hauptredner der Konferenz betont Außenminister Frank-Walter Steinmeier im Vor- feld die Verantwortung Deutschlands für Erhalt und Weiterentwicklung der internationalen Ordnung:

„Vor 70 Jahren trafen die Siegermäch- te hier in Potsdam Entscheidungen von großer Tragweite über die Neuordnung Deutschlands und Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Heute stehen wir in Europa vor Gestaltungsaufgaben, die nicht weniger bedeutsam sind. Ob in der Ukraine oder in der Flüchtlingskrise - unter ganz anderen Vorzeichen als 1945 geht es auch heute darum, Ordnung in eine Welt zu bringen, die aus den Fugen geraten ist. Eines hat sich dabei grundlegend verändert: War Deutschland in Potsdam Gegenstand der Krisendiplomatie, so übernehmen wir Deutsche heute gemeinsam mit unseren Partnern Verantwortung.“

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Nur noch zwei Wochen ...

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Jann Jakobs, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam: „Der Terroranschlag von Paris war ein Anschlag auf das Herz unserer Zivilisation, auf unsere Freiheit. Die Verteidigung der Freiheit der Meinungsäußerung und aller demokratischen Werte, die uns wichtig sind, ist unser aller Gebot. Insofern hat die Satirezeitschrift den M100 Media Award mehr als verdient.“

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