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Axel-Springer AG, Berlin
Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM), Berlin
Freitag, 22. August 2008,
Fasanenstr. 73,
Berlin
16.30 – 19.00 Uhr
Dr. Stephan Weichert,
Stefan Niggemeier,
Leif Kramp
Von Angela Unkrüer
Die letzte Veranstaltung dieses ebenso ereignis- wie erkenntnisreichen ersten Tages findet am frühen Abend im Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) in der Fasanenstraße in Berlin statt. Sie steht ganz im Zeichen der nicht immer unproblematischen Beziehungen zwischen Internet und Printmedien. Nach einer kurzen filmischen Zeitreise in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Journalismus beginnt eine lebhafte Podiumsdiskussion, die unter dem Motto „Mehr Leser, weniger Journalismus“ steht. Die drei Panellisten Stefan Niggemeier, Macher des „Bildblog“, sowie die Publizisten und Mitarbeiter des IfM, Stephan Weichert und Leif Kramp, diskutierten gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmern über so unterschiedliche Themen wie die Zukunft der Tageszeitung oder Vor- und Nachteile des Internets. Dabei sind sich die drei Journalisten einig, dass viele Internetmedien auch Jahre nach ihrer Gründung über kein ausgereiftes Geschäftsmodell verfügen. Daher sind auch etablierte Internet-Brands stets in Gefahr, von internationalen Medienkonzernen übernommen zu werden.
Am Ende kommen Panellisten und Nachwuchsjournalisten zum für die Zeitungsbranche nicht ganz so düsteren Fazit, dass es verfrüht sei, schon heute einen Abgesang auf die klassische Tageszeitung anzustimmen. Stattdessen werde es auf absehbare Zeit eine Koexistenz von Print- und Internetmedien geben. Hingegen zeigen sich alle Beteiligten überzeugt, dass die Kluft zwischen Boulevard-Medien und Quality Papers und ihren jeweiligen Zielgruppen weiter zunehmen wird. Anspruchsvolle Printmedien können dabei sogar zu so genannten “totem newspapers“, also Statussymbolen, aufgewertet werden.
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