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Sonnabend, 23. August 2008,
Electronic Media School, Potsdam-Babelsberg
9.30 – 13.00 Uhr
Rudolf Porsch,
Geschäftsführer Axel Springer Akademie, Berlin
Corinna Emundts,
Büroleiterin tagesschau.de, Berlin
Von Anja Mücke
Für Nachwuchsjournalisten ist die Frage nach der Zukunft des Journalismus eine besonders wichtige, sogar essenzielle. Worauf lassen sie sich ein, wenn sie ihrem Herzen folgend den Journalismus zum Beruf machen, und welche Ansprüche haben sie dabei an sich selbst?
In zwei Gruppen aufgeteilt und unter Leitung von Politikjournalistin Corinna Emundts von tagesschau.de und Rudolf Porsch von der Axel Springer Akademie, diskutierten die Teilnehmer des Jugend-Medien-Workshops einen ganzen Vormittag lang.
Die konkrete Aufgabenstellung: Was bedeutet Journalismus in zehn Jahren? Dabei geht es weniger um technische Errungenschaften, die einem zukünftigen Journalisten zur Verfügung stehen, als um seine Aufgaben, seine Rolle in der Gesellschaft. Wissenschaftler, Entertainer, oder Blogger?
Ein Zukunftsszenario? Die Gesellschaft wird immer schnelllebiger, die Mittelschicht schwindet. Zurück bleibt eine Lücke, die sich auch im Medienkonsum niederschlägt.
Das mediale Angebot wird unübersichtlich, die Verpackung wird wichtiger als die Inhalte und Qualitätsjournalismus wird zur Kunstform für einige wenige. Hauptaufgabe des Journalisten wird sein, die Flut der Nachrichten, die dank Internet und Mobiltelefon auf uns einprasselt, nach Wichtigem zu filtern. Der Druck auf die Journalisten wächst, immer auf dem Laufenden zu sein und verantwortungsvoll zu arbeiten.
Folgend vier grundlegende Entwicklungstendenzen:
• Live-Berichterstattung: durch Mobiltelefon
und Internet
• Globalisierung der Nachrichten:
durch länderübergreifende Kooperation
• Verschiebung des Mediums:
Zeitungen drängen ins Internet
• Tradigital Journalismus: traditioneller Journalismus,
aber in digitaler Form
Insgesamt fand die Diskussion aus einer sehr westlichen Sicht statt. Im Gespräch wurde deutlich, dass die Zukunft für Journalisten verschiedener Länder andere Herausforderungen bereithält. Der Appell von Christina aus Weißrussland für Pressefreiheit in ihrem Land, stand stellvertretend für die Schwierigkeiten, der sich viele der jungen Teilnehmer in den kommenden zehn Jahren gegenüber sehen werden.
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