M100 Jugend Medien Workshop: Bewerbungsaufruf!

Reach the people! 

Wie können wir junge Leute zum Lesen bewegen?

In den letzten Jahren werden immer größere Anstrengungen unternommen (von Politik, Stiftungen, Institutionen, Bildungseinrichtungen), um politik- und bildungsferne Gruppen zu erreichen. Leider nur mit mäßigem Erfolg: Viele junge Leute scheinen sich immer mehr von der Politik und der Teilnahme an gesellschaftlichen Fragen abzuwenden, informieren sich immer weniger durch Zeitungen, sondern bewegen sich in Chats und Foren. Nicht nur die Politik, auch den Journalismus stellt das vor große Herausforderungen, denn auch Medienproduzenten (egal ob TV, Print oder Online) müssen sich heute immer öfter fragen: Wie erreiche ich die Leute? Wie bringe ich sie zum Lesen meiner Nachrichten und Texte?

Dieser Frage will der viertägige M100 Jugend Medien Workshop nachgehen, der in diesem Jahr zum 7. Mal in Potsdam stattfindet. 

Während des Workshops, der sich an Nachwuchsjournalisten und Jungredakteure zwischen 18 und 26 Jahren aus ganz Europa wendet, sollen verschiedene Fragestellungen erörtert und untersucht werden:

1. Welche Möglichkeiten gibt es, bildungs- und politikferne Jugendliche und junge Leute durch Medien zu erreichen und für Politik zu interessieren?
2. Gibt es in den Heimatländern der Teilnehmer Ansätze und Beispiele und wenn ja, welche, um dieses Problem zu lösen?
3. Welchen Stellenwert hat dieses Thema in den Heimatländern der Teilnehmer und wie wird damit umgegangen?
4. Gibt es in den Heimatländern der Teilnehmer Untersuchungen über den Anteil bildungs- und politikferner Jugendlicher und junger Erwachsener und ihre Ursachen?
5. Welche Ideen haben die Teilnehmer, wie sie in ihrer eigenen journalistischen Arbeit diese Zielgruppe erreichen können?

Ziel des Workshops ist es, die unterschiedlichen Erfahrungen, Hintergründe, Ideen und Visionen der Teilnehmer, die aus vielen verschiedenen Ländern kommen, zu nutzen, um einen möglichst breitgefächerten Überblick über die Problematik in ganz Europa zu erhalten. Davon ausgehend sollen Lösungsansätze erarbeitet werden, wie Medien aller Art bildungs- und politikferne Jugendliche und junge Erwachsene erreichen und für Politik interessieren können und Ideen für ein Format entwickelt werden.
Für die ausgewählten Teilnehmer wird ein interner Blog eingerichtet, in dem sie bereits vor Beginn des Workshops ihre Ideen, Erfahrungen und Recherchen miteinander austauschen und verschiedene Lösungsansätze diskutieren sollen.

Teilnahmebedingungen:

Bewerben können sich Nachwuchsjournalisten zwischen 18 und 26 Jahren aus ganz Europa mit einem kurzen Text in englischer Sprache (max. drei Seiten DinA 4), zum Thema: 

„Jugend und Politik in meinem Land: 
Wie Journalismus politik- und bildungsferne Jugendliche erreichen kann“

Folgende Fragen sollen in die Überlegungen eingeschlossen werden:

1. Wie groß ist dieses Problem im eigenen Land?
2. Wird es als Problem wahrgenommen?
3. Gibt es Ansätze, das Problem zu lösen?
4. Glaubst Du, dass es für Journalisten/Blogger/Medienmacher überhaupt Möglichkeiten gibt, bildungs- und politikferne Jugendliche und junge Erwachsene durch Medien politisch zu erreichen?

Der Bewerbung sollte ein kurzer Lebenslauf beigefügt werden sowie ein kurzes Motivationsschreiben, aus dem hervorgeht, warum Du Dich für den Workshop bewirbst.
Der Workshop findet in englischer Sprache statt.

Die Veranstalter des Jugend Medien Workshops übernehmen Übernachtungskosten und die Verpflegung während der Workshops. Zudem wird ein Reisekostenzuschuss von bis zu max. 250 Euro gewährt.

Aus den Bewerbungen werden 20 bis max. 25 Teilnehmer ausgewählt und vom 21. (Anreise) bis 26. August 2011 (Abreise) nach Potsdam eingeladen. 
Der Workshop wird gefördert von der Stadt Potsdam, dem Auswärtigen Amt, der ZEIT-Stiftung, der Bertelsmann AG und dem Medienboard Berlin-Brandenburg und findet in Kooperation mit der UFA, Intajour - International Academy of Journalism, der European Youth Press und der Deutschen UNESCO-Kommission statt.

Bewerbungen bitte bis zum 11. Juli 2011 per E-Mail an:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.