Mario Draghi erhält M100 Medien Preis 2012
EZB-Präsident Mario Draghi wird in diesem Jahr mit dem M100 Medien Preis ausgezeichnet. Der M100 Medien Preis wird im Rahmen der internationalen Medienkonferenz M100 Sanssouci Colloquium am Abend des 6. September im Raffaelsaal in Potsdam verliehen.
Die Hauptrede im Rahmen der Verleihung des M100 Medien Preises hält Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble. Schäuble hält – nach 2007 – bereits zum zweiten Mal die Hauptrede des Colloquiums.
Mario Draghi ist seit 1. November 2011 Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt/Main. Seitdem kämpft er mit allen Mitteln für den Erhalt des Euro und die Stabilisierung der Eurozone. Als wichtigsten Auftrag der EZB bezeichnet er die Wahrung der Preisstabilität und den Schutz der europäischen Sparer.
Draghi, geboren am 3. September 1947 in Rom, war Schüler der exklusiven Jesuitenschule Massimiliano Massimo. Es folgte ein Studium der Ökonomie an der Universität La Sapienza in Rom, das er 1970 mit Bestnote abschloss. 1971 ging er mit einem Stipendium ans Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er sich bei den Nobelpreisträgern Franco Modigliani und Paul A. Samuelson sowie Rudiger Dornbusch und Stanley Fischer qualifizierte. 1976 wurde er zum Ph.D. promoviert. Nach Stationen als Professor an der Universität Florenz, bei der Weltbank, an der Harvard University und bei Goldman Sachs in London wurde er 2006 Gouverneur der italienischen Zentralbank. Im Mai 2011 wurde er vom Rat der Europäischen Union zum Nachfolger Jean-Claude Trichets bestimmt.
Der M100-Beirat verleiht ihm die Auszeichnung in Anerkennung für sein Engagement, im Rahmen seines Mandats bei der Europäischen Zentralbank die globale Wirtschafts- und Finanzkrise zu lösen, sowohl die Preisstabilität in der Eurozone, als auch die Unabhängigkeit der EZB zu wahren, sowie für seinen Beitrag zu einem stabileren institutionellen Gerüst einer Wirtschafts- und Währungsunion in Europa.
„Damit steht beim diesjährigen Medientreffen M100 wieder ein politisch hoch aktuelles Thema im Vordergrund“, so Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs, der auch Vorsitzender des M100-Beirats ist. „Ich finde es sehr schön, die Verdienste von Mario Draghi um die Europäische Einheitswährung würdigen zu können. Ich verspreche mir dadurch auch einen regen Austausch und spannende Diskussionen über die Fragen unserer Zeit im Spannungsfeld von europäischer Idee und finanzpolitischer Realität.“
M100-Geschäftsführer Moritz van Dülmen: „Wir freuen uns besonders, dass mit Mario Draghi und Wolfgang Schäuble zwei der wichtigsten politischen Akteure der gegenwärtigen europäischen Finanzpolitik sich die Zeit nehmen, persönlich nach Potsdam zu kommen und damit erneut die Wichtigkeit des gesamteuropäischen Dialogs des jährlichen M100-Treffen in Potsdam unterstreichen.“
Bisherige Preisträger sind: Lord Norman Foster, Architekt (2005) / Dr. Bernard Kouchner, Gründer der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ und französischer Außenminister (2006) / Bob Geldof KBE, Musiker, Afrika-Aktivist und Gründer von Live AID (2007) / Ingrid Betancourt, franko-kolumbianische Politikerin (2008) Hans-Dietrich Genscher, ehemaliger Deutscher Außenminister (2009) / Kurt Westergaard, dänischer Karikaturist (2010) und Michael Anti, chinesischer Journalist und Blogger (2011).
What kind of Europe? Learning from the Crisis“ lädt das M100 Sanssouci Colloquium am 6. September 2012 zum achten Mal Chefredakteure, Kommentatoren und Politiker aus Europa nach Potsdam. In der Orangerie von Sanssouci diskutieren sie über Ursachen, Konsequenzen und Chancen der europäischen Krise.
Erwartet werden u.a. Gordon Bajnai (ehemaliger Ministerpräsident von Ungarn), Agron Bajrami (Koha Ditore, Kosovo), Erik Bjerager (Kristeligt Dagblatt, Dänemark), Wolfgang Blau (ZEIT Online), Nikolaus Blome (BILD), Matt Brittin (Google), Wolfgang Büchner (dpa), Stephan-Andreas Casdorff (Der Tagesspiegel, Ulrich Deppendorf (ARD-Hauptstadtstudio), Mathias Döpfner (Axel Springer AG), Cord Dreyer (dapd), Dimitris Droutsas (ehemaliger Außenminister von Griechenland), Janis Emmanouilidis (European Policy Center), Knut Engelmann (The Wall Street Journal Deutschland), Peter Frey (ZDF), Anthony Gooch (OECD), Hans-Ulrich Jörges (Stern), Roger Köppel (Die Weltwoche, Schweiz), Xenia Kounalaki (Kathimerini, Griechenland), Ludovic Lamant (Mediapart, Frankreich), Solomon Passy (ehemaliger Außenminister von Bulgarien), Bertrand Pecquerie (Global Editors Network, Frankreich), Jan-Eric Peters (Die Welt), Ines Pohl (taz), Agnieszka Romaszewska-Guzy (Belsat TV, Polen), Christoph Schwennicke (Cicero), Mykola Siruk (DEN, Ukraine), Wawrzyniec Smoczynski (Polityka Weekly, Polen), N. Clemens Wortmann (AFP) und viele mehr.
Die Konferenz 2012 wird gefördert von der Landeshauptstadt Potsdam, vom Medienboard Berlin-Brandenburg und von der Bertelsmann AG. Sponsoren sind Google und Audi. Kooperationspartner sind Freedom House, Reporter ohne Grenzen, Institute for Advanced Sustainability Studies e. V. (IASS), Axel Springer Akademie, Human Rights Watch, Land Brandenburg und Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.
M100 ist eine Initiative der Landeshauptstadt Potsdam und des Vereins Potsdam Media International e.V. und findet im Rahmen der Medienwoche@IFA statt.
